Wenn man in der Zucht vorankommen möchte genügt es nicht, wenn man jahrein jahraus den selben Rüden nimmt zum decken für seine Würfe. Deshalb sind wir Züchter darauf angewiesen, dass wir Zuchtrüden im Zuchtrecht platzieren können. Was bedeutet das?

Ein besonders vielversprechender sehr schöner Rüde wird als Welpe bei einer Familie platziert zum normalen Kaufpreis jedoch mit Vertrag, dass man den Rüden nicht kastrieren darf, es sei denn, dass er mit jährig nicht für die Zucht geeignet sein würde oder wir unsere Pläne geändert haben und ihn nicht mehr in der Zucht einsetzen möchten. Für die Zucht ist er grundsätzlich geeignet wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: (die Untersuchungen werden auf unsere Kosten in unserer Tierklinik gemacht)

- Scherengebiss, es sollten möglichst keine aber max. 4 Zähnchen fehlen

- Patella-Untersuchung mit jährig muss beidseitig 0 sein oder max. 1

- Der Rüde sollte nicht grösser wie max. 4,0 kg sein ausgewachsen

- er sollte ein liebevolles angenehmes Wesen haben das auf keinen Fall agressiv sein darf

Wenn diese Grundvoraussetzungen stimmen muss der Rüde bei unserem Verein eine Zuchttauglichkeits-Prüfung machen (auf unsere Kosten), d.h. er wird von 2 Zuchtwarten begutachtet auf die Rassekriterien, wenn er dann zuchttauglich geschrieben wird, kann er ab dann zum decken eingesetzt werden.

Sobald der erste Wurf auf der Welt ist von diesem Rüden, bekämen die Käufer die Hälfte des Kaufpreises zurück, dafür dürfen wir als Züchter immer kostenlos decken. Falls der Rüde für fremde Züchter zum decken genommen wird, bekommen die Käufer ebenfalls einen Anteil des Deckgeldes. Die Zuchtzeit könnte auf 3 Jahre beschränkt werden.

Nun kann es natürlich sein, dass ein potenter Rüde anfängt zu markieren. Das ist in erster Linie aber Erziehungssache die man einem Rüden durchaus beibringen kann zum anderen gibt es sogenannte Rüden-Binden, die kann man dem Rüden mit einer Damen-Binde um den Unterleib kletten, somit kann er nicht an Möbel etc. markieren.

so sieht so eine Rüden-Binde aus:

 

Wenn ein Rüde nicht in einer Zucht mit immer wieder läufigen Hündinnen lebt, ist es sehr gut möglich, dass dieser nie zu Hause markieren wird. Falls aber doch, müssten sich die Käufer bewusst sein, dass sie mit dem Kauf eines Rüden im Zuchtrecht das in Kauf nehmen müssen und wir es natürlich nicht schätzen würden wenn dann die Meldung kommen würde, dass es nicht geht und man den Rüden unbedingt kastrieren lassen will. In diesem Fall müsste eine für beide Parteien machbare Lösung diskutiert werden. Wir würden den Rüden sicher nicht aus seiner Familie reissen und auf biegen und brechen den Vertrag aufrecht erhalten aber es müsste auch für uns eine Lösung gefunden werden die stimmig ist.

Alle Punkte werden vertraglich geregelt, auf das blosse Wort an einer Besprechung verlassen wir uns schon lange nicht mehr, leider muss man alles schriftlich absichern weil viele Menschen ihre Meinungen sehr schnell ändern und das können wir nicht akzeptieren wenn es um ein wertvolles Zuchttier geht.

Wenn Sie denken, dass Sie damit klar kommen, evt. sogar schon mal unkastrierte Rüden hatten, dann nehmen Sie bitte sehr gerne Kontakt mit uns auf, wir suchen in absehbarer Zeit auch für unseren ausgewachsenen Rüden Bonsai ein geeignetes Plätzchen wo er noch 2 Jahre im Zuchtrecht leben könnte. Ausgewachsene Rüden die bereits mehrfach in unserer Zucht eingesetzt wurden sind natürlich zu Spezial-Konditionen zu haben aber auch mit Vertrag in dem alles geregelt ist.

Sie können auch gerne mal an einen Vereinsanlass vom cdK-Suisse kommen, dort können Sie diverse potente Zuchtrüden erleben und mit deren Besitzern sprechen um sich ein Bild zu machen, Hundetrainer werden immer wieder um Rat gefragt und raten dann davon ab doch haben Hundetrainer sicherlich keine grosse Ahnung davon was es heisst einen Rüden im Zuchtrecht zu nehmen, vor allem wenn es um Zwerghunde geht....

Wir würden uns sehr freuen wenn wir geeignete Leute finden könnten die uns gerne unterstützen möchten und schlussendlich ist es ja auch eine win/win Situation ;o)

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